UNESCO Besucherzentrum im Fagus Werk


Urlaub in Amsterdam und das Handy klingelt. Die anderen rollen die Augen. Ich winke kurz ab und signalisiere, niemand muss auf mich warten. In der Ecke vorm Fenster des gefühlten sechs Quadratmeter Zimmers im sechsten Stock eines Hochhauses finde ich einen Sitzplatz. Die Leiterin des UNESCO-Welterbes Fagus-Werk ist am Telefon. Wir hatten ein Konzept für ein Besucherzentrum vorgelegt. Die Fachgruppe hat sich dafür entschieden… Stille. Ja, das ist ja eine super Nachricht, das freut uns. Boah, so ein Satz ist ja sowas von blöd. Aber er war gefallen, zu spät. 

Etwas später fahren wir zum Antrittsbesuch nach Alfeld. Wir kennen das Haus, haben schon eine Dauerausstellung kuratiert und gestaltet. Auf dem Werksgelände kommt uns der Hausmeister entgegen. Er winkt uns zu sich und lotst uns in die Waldetage der Dauerausstellung. Auf dem Weg dorthin werden wir herzlich begrüßt, überall winken Mitarbeiter, die wir beim letzten Projekt kennengelernt haben, zu. Oben in der Waldabteilung angekommen, sehen wir einen gedeckten Tisch mit allem, was ein gutes Frühstück zu bieten hat. Wir sitzen zwei Stunden im Wald bei Kaffee, Brötchen und Kuchen. 

Auf der Rückfahrt haben wir uns gefragt, ob die Geschichte des Werkes, die Architektur und die Prinzipien des Firmengründers diese einzigartige und herzliche Atmosphäre ausmachen? Ich denke, das wäre zu einfach. Letztendlich stecken immer die Menschen dahinter.

Martina Scheitenberger über Anrufe im Urlaub und alte Bekannte

Leistungen


Konzept
Kuratierung
Text
Szenographie
Screendesign

 

Kooperation


Intermediate Engineering
Medienplanung und -programmierung

Fahlke & Dettmer
Lichtplanung

Photographie
Andreas Bormann

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